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A350-Produktion beginnt im Airbus-Werk Stade

In einem der größten Autoklaven der Welt werden die A350-Bauteile produziert.

In einem der größten Autoklaven der Welt werden die A350-Bauteile produziert.

Die Produktion der ersten Bauteile für den Airbus A350XWB wurde am 31. August im Werk Stade offiziell gestartet von Tom Enders, CEO von Airbus, Gerald Weber, Executive Vice President Operations von Airbus Operations Deutschland und Peter Hintze, Staatssekretär und Koordinator für die Deutsche Luft- und Raumfahrt.
In Stade entsteht mit der 32 Meter langen und sechs Meter breiten Flügeloberschale das größte CFK-Bauteil für die A350XWB. In der neuen 30.000 Quadratmeter großen Halle werden außerdem die Seitenleitwerke und Rumpfschalen in CFK gebaut. Zum Einsatz kommt dabei eine neue Gewebelegemaschine, auch für die Schichten für Blitzschutz und für Glasfasergewebe. Der Autoklav, in dem zwei Flügelschalen gleichzeitig ausgehärtet werden können, ist einer der weltweit größten seiner Art.   Auch ein neues Qualitätssicherungssystem wurde eingeführt, mit dem auch die innere Struktur der CFK-Bauteile überprüft werden kann. Für die Bearbeitung der Bauteilkanten wir das Wasserschneideverfahren angewandt.
Die Anzahl von derzeit 100 Mitarbeitern in dieser Produktionslinie wird nach vollem Hochlauf auf 500 Beschäftigte ansteigen. Derzeit beschäftigt Airbus europaweit im A350-Programm bereits 6000 Mitarbeiter, mittelfristig sollen es 13000 werden. In Deutschland arbeiten derzeit 1700 Beschäftigte am A350.
„Die A350XWB setzt neue Maßstäbe für die Flugzeugindustrie und für die Passagiere. Fortschrittliche Materialien machen die A350XWB zum wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten Flugzeug seiner Klasse,“ sagte Tom Enders, „und wir setzen dafür neue Standards in den Produktionsverfahren und bei der Qualität.
In Bremen, dem zweitgrößten deutschen Airbus-Werk neben Hamburg, werden für alle Airbus-Flugzeuge die Landeklappen gebaut und die Flügel komplett ausgerüstet. Für die A350-Produktion wird die Belegschaft von derzeit 3000 Beschäftigten um über 300 Arbeitsplätze anwachsen. Zudem sind dort Investitionen in Höhe von rund 15 Millionen Euro geplant.
Die Produktion der A350XWB wird möglicherweise langsamer anlaufen als geplant. Wie die französische Wirtschaftszeitung Les Echos am 27. August berichtete, hat Airbus in einem Schreiben an die Zulieferer angekündigt, dass 2013 nur zehn Flugzeuge statt bislang geplanten 18 gebaut werden, und 2014 sollen statt 51 Flugzeugen nur 40 produziert werden, 2015 nur 60 statt 83Maschinen. Offiziell wollte sich Airbus dazu noch nicht äußern. Die Auslieferungsziele würden, so heißt es,  jeweils zu Beginn des Jahres mitgeteilt. Da die erste A350 im Jahr 2013 übergeben werden solle, würden auch erst zu Beginn dieses Jahres entsprechende Angaben veröffentlicht.
Airbus hat immer wieder darauf hingewiesen, dass die Produktion im Zeitplan sei und die Termine für den Erstflug und die Erstauslieferung eingehalten werden könnten. Allerdings wurde auch eingeräumt, dass die Zeitreserven in diesem Programm weitgehend aufgebraucht seien.