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Einigung im A400M-Programm
Die sieben europäischen Vertragsnationen haben sich am 5. März in Berlin mit dem Hersteller über die Grundsätze der Finanzierung des Militärtransporters Airbus A400M und damit über die Fortsetzung des Programms geeinigt. Wie das Bundesministerium der Verteidigung mitteilte, hat der Airbus-Mutterkonzern EADS dem Angebot zugestimmt. Es bedarf noch der jeweiligen nationalen Billigung. Die Anpassung des Kaufvertrages über insgesamt 180 Maschinen soll in den nächsten Wochen erfolgen. Man sehe die Einigung als eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung des A400M-Programms, erklärte die EADS und dankte den Staaten für ihre „entschiedene Unterstützung“.
Die Einigung hinsichtlich der Mehrkosten des Programms sieht vor, dass die Abnehmer eine Preiserhöhung von zwei Milliarden Euro akzeptieren und auf alle Vertragsstrafen für aktuelle Verzögerungen verzichten. Darüber hinaus stellen die Käufernationen weitere 1,5 Milliarden Euro in Form von Exportkrediten zur Verfügung und werden dafür an künftigen Exportaufträgen beteiligt. Nach dem Rückzug von Südafrika ist derzeit Malaysia mit vier Flugzeugen einziger Drittkunde für den A400M. Ferner haben die Länder zugesagt, ihre Vorauszahlungen auf den Kaufpreis zwischen 2010 und 2014 zu beschleunigen. Die EADS erklärte, sie werde nach Möglichkeiten suchen, die Programmrisiken deutlich zu verringern und innerhalb des Vertragsrahmens ein hochmodernes Produkt zu liefern.
Auch über den Auslieferungszeitplan sowie die technischen Leistungsparameter wurde eine Einigung erzielt. Die Auslieferung des ersten A400M an die deutsche Luftwaffe ist nunmehr für 2014 vorgesehen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Bei der Zuladung sei sichergestellt, dass die Maschine die vorgesehenen Systeme wie den Schützenpanzer Puma transportieren könne.
Wie die EADS mitteilte, wurde auf Grundlage der Einigung die Schätzung der Umsätze und der Kosten bei Fertigstellung aktualisiert und eine Risikobewertung vorgenommen. Die vom Verwaltungsrat überprüfte Schätzung führe zu einer Erhöhung der Verlustrückstellung um 1,8 Milliarden Euro vor Steuern für das Jahr 2009. Damit werden das EBIT und das Konzernergebnis für das vergangene Jahr negativ ausfallen. Das Jahresergebnis wird am 9. März in Paris bekannt gegeben.





